Öffentliche Teampremiere "beinahe negativ" (http://beinahe-negativ.com) hieß es in der Rohrmeisterei Schwerte am Wochenende. Schätzungsweise 200 Menschen verfolgen das Spektakel. Anwesend waren unter anderem die Schauspieler, Statisten und der Film Regisseur Sascha Fehrentz der extra aus Hannover angereist war.
Locker flockig stellte er das Rahmenprogramm des Abends vor, das mit 2 Kurzfilmen begann, die es in sich hatten.Dann kam mein kleiner Part zum Thema HIV/AIDS 2012 und ein Tagebuch Eintrag vom 20.11.2005 aus dem Buch ISBN 9783940818003 der Menschen wie mich als Privat Aktivist ehrenamtlich seit 22 Jahren aktiv ist, wieder spiegelt. Meine Message an die Menschen........"Leben" und niemals die Hoffnung aufgeben, egal ob HIV, Krebs oder jeglicher andere Schicksalsschlag! Das Publikum dankte mit einem Applaus der mir sehr viel Kraft gab, auf zu den nächsten Tätigkeiten.
Aber auch die Gespräche in der Pause mit einigen vom Publikum waren super interessant. So erzählte mir eine Frau das Sie einen guten Freund an Aids verloren hat, und Sie bei meiner Erzählung ein wenig weinen musste, weil Ihr Michael in diesem Moment wieder richtig präsent war. Sie gab mir einen Tipp bei allen Danksagungen nie zu vergessen das "Danke"! Danke an die wertvollen Freunde und Menschen die man um sich hat ,und da hat Sie verdammt noch mal Recht! Ich bin ja noch dankbarer das ich einen negativen Mann habe der mich trotz HIV-Virus über alles liebt.
Auch Schüler waren vor Ort vom http://fbg.schwerte.de Gymnasium die „beinahe negativ“ und meinen Auftritt mit Spannung verfolgen .
Aber nun zum Film „beinahe negativ“ den ich sicher als Betroffener anders sehe, als ein nicht infizierter Mensch. Ein Mitarbeiter der Aids Hilfe Essen (Herr Hackbarth) war vor Ort, vermisst haben wir die Mitarbeiter der Aids Hilfe Unna und auch infizierte aus der ID Ambulanz Dortmund. :-(( "hust".
Der Film fing eher langsam an, ich brauchte einige Minuten bis der Film in mir ankam. Liebesgeschichten mal nicht auf HIV/AIDS Gaybasis sondern in der Heterowelt die auch Fetish Fantasien ausleben, die man sonst eher zum CSD der Gays hinzufügen würde. (http://hetero.aidshilfe.de) + (http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Fetischismus).
Zur Handlung: Marco ist Anfang 30, wohnt bei seiner hypochondrischen Mutter und hat gerade erfahren, dass er HIV-Positiv ist. Damit muss er jetzt erstmal zurechtkommen und besucht seine beste Freundin Ann-Kathrin, in die er seit über zehn Jahren verschossen ist. Ausgerechnet heute offenbart sie ihm, Ihn auch zu lieben. Bei Marco brennen die Sicherungen durch. Er versucht Niels, Ann-Kathrins Ex-Freund, dazu zu bewegen, diese zurückzugewinnen, doch der hat kein Interesse. Er widmet sich viel lieber seiner Doktorarbeit zum Thema „Es gibt kein HIV“ und seiner Vorliebe für Würgespiele, die er mit einer Domina auslebt. Verzweifelt sucht Marco Zuflucht bei Natalja, mit der er seit längerem eine Bett-Beziehung pflegt, ohne zu ahnen, dass Sie tiefere Gefühle für Ihn hegt. Er ist davon überzeugt, dass er sich bei ihr angesteckt haben muss, was sie zwar überrascht, aber keinesfalls so sehr schockiert, wie er erwartet hatte. Vielmehr entschuldigt sie sich bei ihm mit den Worten „Das wollte ich nicht“ und verschwindet. Jetzt steht er in einem leeren Hotelzimmer und ahnt nicht, dass sich indessen die Wege der anderen kreuzen und letztlich wieder alle Fäden bei ihm zusammenlaufen werden.
Und diese Fäden im Film mit vor und zurück zu einzelnen Szenen macht den Film so spannend, dann ab und an das Feedback der Selbsthilfe Gruppe wo Gay/Hetero, Depressiv wie „Gesund“ sich die klinge gibt, und ihr Statement abgibt, bringt einen zwischen den Szenen zum Nachdenken. Mit der Musik u.a. untermalt von Carsten Düsener (PartOf TheArt) und Stephan Runge bekommt der Film „beinahe negativ“ Schwung.
Da sexuelle Szenen oder Neigungen in der Gesellschaft immer noch großes staunen hervorrufen kann man davon ausgehen das der Film in Deutschland wahrscheinlich erst ab 16 zugelassen ist. Eigentlich geht es gar nicht um HIV in dem Film es geht um Leben! Das Leben jetzt und hier, verpackt mit Problemen die halt auch mal HIV/Aids oder Krebs bedeuten können. Würde die Gesellschaft offener sein und nicht so abwertend mit solchen Themen umgehen, wäre ein Leben einfacher!
Nun kann man Sascha und seinem Film Team nur wünschen das Sie einen Verleiher finden der Eier in der Hose hat , mal auf einen Film zu setzen, der für Menschen über 18° Zimmertemperatur ist, ihn aber auch für Menschen spannend macht, die darunter liegen.
Und auch wenn an einigen Szenen arg gesprungen wird, ist Filmregisseur Sascha Fehrentz der ja gerade erst anfängt, dies mit Beachtung und Mut zu honorieren, das er sein ganzes Erspartes in so einen tollen Film gesetzt hat! Und von den Schauspielerinnen Deborah Müller und Beate Prahl wie Schauspieler Marcel Batangtarin wie Nico Venjacob wird man noch einiges hören davon bin ich überzeugt!
Mit Marcel Batangtaris und Beate Prahl führte ich noch ein tolles Gespräch nach der Aufführung, und besonders Marcel sagte noch er hätte beim filmen viel an mich gedacht, und er hofft einiges von den Gedanken auch mit eingebunden zu haben!
Ja haste Marcel und ich sage euch von Herzen DANKE für einen beispiellosen Einsatz und das gilt auch für Menschen im Hintergrund wie z.B. Gabi Laatsch.
Der Mensch ist nicht verpflichtet, Verantwortung für die entfernte Zukunft auf sich zu nehmen - aber er ist voll verantwortlich für den heutigen Tag. Alles Liebe und Gute Uwe
(C) http://www.uwegoerke-gott.de
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